Etikett lesen leicht gemacht: Was auf Nahrungsergänzungsmitteln stehen muss

Zutatenliste, Nährwerttabelle, Verzehrempfehlung, Chargennummer – auf der Verpackung von Nahrungsergänzungsmitteln (ob nun Maca, Macca oder Maka geschrieben) steht mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Wer weiß, worauf er achten kann, trifft eine informiertere Kaufentscheidung. Ein kleiner Leitfaden.

Was gehört überhaupt auf ein Etikett?

In der EU regelt vor allem die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), welche Angaben auf verpackten Lebensmitteln – und damit auch Nahrungsergänzungsmitteln – stehen müssen. Dazu zählen unter anderem die Verkehrsbezeichnung (z. B. „Nahrungsergänzungsmittel“), die vollständige Zutatenliste in absteigender Reihenfolge nach Menge, eine Nährwerttabelle, die empfohlene Tagesverzehrmenge, ein Mindesthaltbarkeitsdatum sowie Angaben zu Hersteller bzw. Inverkehrbringer.

Der rechtliche Rahmen: NemV und Health-Claims-Verordnung

Speziell für Nahrungsergänzungsmittel gilt zusätzlich die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV). Sie legt unter anderem fest, dass der Hinweis „Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung“ auf jeder Packung stehen muss. Die europäische Health-Claims-Verordnung wiederum regelt, welche gesundheitsbezogenen Aussagen überhaupt gemacht werden dürfen – die meisten sind ohne wissenschaftlich anerkannte Zulassung schlicht verboten. Das ist auch der Grund, warum du auf unseren Produkten und in unseren Texten bewusst keine Wirkversprechen findest.

Nahrungsergänzungsmittel richtig deklariert am Beispiel Maca Kapseln

Wie Wurzelextrakte wie Maca überhaupt aufs Etikett kommen

Bevor ein Produkt wie Maca-Pulver oder -Kapseln überhaupt im Regal steht, durchläuft es Anbau, Ernte, Trocknung und Verarbeitung. Jeder dieser Schritte kann auf dem Etikett auftauchen – etwa als Herkunftsangabe oder Losnummer, über die sich eine Charge im Zweifel zurückverfolgen lässt. Mehr zur Lagerung und Dosierung im Alltag findest du in Nahrungsergänzungsmittel richtig lagern und dosieren: Praktische Alltagstipps.

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Wenn dich interessiert, wie ein Bio-Siegel überhaupt zustande kommt, lohnt sich ein Blick in Bio-Zertifizierung erklärt: Was bedeutet DE-ÖKO-006?.

Worauf du beim Lesen achten kannst

Zertifizierung und Bio-Siegel

Ein Bio-Siegel auf der Verpackung bedeutet, dass Anbau und Verarbeitung kontrolliert wurden – erkennbar an der Kontrollstellennummer, bei uns zum Beispiel DE-ÖKO-006. Diese Nummer kannst du als Anhaltspunkt nutzen, um die Kontrollstelle im Zweifel selbst zu recherchieren.

Transparenz bei Herkunft und Herstellung

Seriöse Anbieter geben in der Regel an, aus welcher Region ein Rohstoff stammt – bei Maca zum Beispiel oft die Region Junín in den peruanischen Anden. Auch Angaben zu Zusatzstoffen (oder deren bewusstem Verzicht, etwa auf Magnesiumstearat oder künstliche Farbstoffe) gehören zu einer transparenten Deklaration.

Zertifikat und Kontrollstellennummer als Beispiel für transparente Deklaration

Etikett gelesen – und jetzt?

Mit dem Wissen im Hinterkopf lohnt sich beim nächsten Griff ins Regal ein zweiter Blick auf die Verpackung. Als Beispiel kannst du dir etwa Maca Woman 100 anschauen und die Angaben zu Zutaten, Verzehrempfehlung und Nährwerten direkt nachvollziehen – wir stellen das Produkt auch ausführlicher in Maca Woman 100 im Portrait: Rote Maca trifft Yamswurzel vor.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und keine ärztliche Behandlung. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, bestehenden Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten sprich vor der Anwendung mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

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